Wort zum Sonntag #2

Weil zur Zeit außer dem üblichen Winterbergsteigen (in aktuell verwegenster Form am Nanga Parbat) nichts passiert, hier wieder ein Bisschen Lyrik, ein Auszug aus dem unendlichen Gedicht “Die Alpen”, Albrecht von Haller, 1729:

Verblendte Sterbliche! die, bis zum nahen Grabe,
Geiz, Ehr und Wollust stets an eitlen Hamen hält,
Die ihr der kurzen Zeit genau gezählte Gabe
Mit immer neuer Sorg und leerer Müh vergällt,
Die ihr das stille Glück des Mittelstands verschmähet
Und mehr vom Schicksal heischt als die Natur von euch,
Die ihr zur Notdurft macht, worum nur Torheit flehet:
O glaubts, kein Stern macht froh, kein Schmuck von Perlen reich!
Seht ein verachtet Volk zur Müh und Armut lachen,
Die mäßige Natur allein kann glücklich machen.

Das vollständige Gedicht findet man u.a. hier: http://gedichte.xbib.de/Haller_gedicht_104.+Die+Alpen.htm

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